U-MATIC

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Foto: Jessica Morhard

Format: ¾“ = 1,905 cm Bandbreite; Analog

Erschienen: 3/4“ U-Matic – 1971 bis heute (obsolet)
3/4“ U- Matic SP – 1986 bis heute (obsolet)

(SP steht für Superior Performance)

Kassettengr.: gr. Kassetten 8 5/8“ x 5 3/8“ x 1 1/16“ = 21,98 cm x 13,65 cm x 3 cm
kl. Kassetten 7 1/4“ x 4 5/8“ x 1 1/16“ = 18,41 cm x 11,75 cm x 3 cm

Kassetten: Die großen Kassetten sind für den Betrieb in einem Aufnahme-, Schnitt- (Recorder) und/oder Abspielgerät (Player). Sie können bis zu 60 Min aufnehmen. Die kleinen Kassetten werden in tragbaren Recordern verwendet welche für die Aufnahme direkt mit einer Kamera verbunden sind. Sie können bis zu 20 Min aufnehmen. Die Kassetten sind in der Regel aus grauem, schwarzen oder braunen Kunststoff. Die Etiketten können in allen erdenklichen Farben vorkommen. Auf der Kassette befindet sich entweder entlang einer kurzen Seite ein Sichtfenster durch das man eine der Spulen betrachten kann. Oder an der unteren langen Seite befindet sich ein Fenster welches den Blick auf Fall. beide Spulen freigibt, dies ist meist bei den kleinen Kamerakassetten der Fall. Auf der Rückseite der Kassette befindet sich ein Lösch/Schreibschutz.
Dabei handelt es sich um einen kleinen roten Knopf welcher, durch seine Entnahme den Lösch/Schreibschutz aktiviert und das Band so vor ungewolltem Überspielen oder Löschen bewahrt.
U-Matic SP Kassetten sind meist aus dunkelbraunem Kunststoff und die Spieldauer und das Kürzel SP sind auf der Kassette verzeichnet. U-Matic SP hat eine bessere Bildqualität als die einfache U-Matic. Die normalen U-Matic Kassetten können nicht auf einem U-Matic SP Player gespielt werden. U-Matic SP hingegen läuft, zwar mit etwas Verlust in der Bildqualität, ohne weiteres auf einem herkömmlichen U-Matic Player.

Hersteller: Sony, 3M, Fuji und einige andere

Die folgenden Abbildungen zeigen eine U-Matic SP Kassette aus dem HTW-Medienarchiv:

Fotos: Jessica Morhard

Benutzung: Das Format 3/4 “ U-Matic war weit verbreitet, dem entsprechend auch die dazugehörigen Recorder und Player. Die Produktion wurden jedoch ende der 90er Jahre eingestellt und das System ist heute nur noch wenig in Gebrauch. Die Zahl der verfügbaren Geräte wird immer weiter abnehmen und es ist schon jetzt zunehmend schwieriger bestimmte Teile zu beziehen. Zukünftig wird man das Format hauptsächlich bei Künstlern, Sammlern, Restauratoren und vereinzelt in Produktionsfirmen oder Akademien finden. Das Kassettenmaterial ist momentan noch relativ problemlos zu bekommen jedoch wird sich auch dies bald ändern.
Verwendung:
U-Matic wurde ursprünglich für den Industrie- und Bildungsmarkt hergestellt. In den 1970er und 80er Jahren diente es überwiegend der journalistischen Dokumentation, sprich es fand Anwendung in den Fernsehanstalten. Ende der 80er Jahre und in den 90ern war es verstärkt in Akademien, bei Künstlern und in Produktionshäusern vertreten. Viele Künstlervideos der 80er, 90er Jahre sind auf U-Matic, da es häufig auch als Master-Format genutzt wurde.