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Snell & Willcox Video Archangel Echtzeit Videorestaurierung

Unter anderem auch für die effektive Reparatur von beschädigten Filmen, die in bereits abgetastet in Standarddefinition vorliegen. Der Archangel PH.C ist das weltweit einzige System, das in Echtzeit beschädigtes Video-Filmmaterial entscheidend verbessern kann. Es beseitigt digital Schmutz, Bildrauschen, Kratzer, Laufschrammen oder Drop-Outs und korrigiert auch Luminance-Flickern und stabilisiert Bildstandsfehler. All diese Probleme können in einem Durchgang repariert werden. Parallel dazu kann auch die Farbe angepasst werden.  Eine Bearbeitung mit dem Archangel ersetzt in den meisten Fällen eine neue Abtastung mit Wetgate, die häufig auch nicht die erwünschten Ergebnisse bringt.

Archangel Ph.C ist eine Entwicklung von Snell & Wilcox und der BBC und basiert auf der eigens entwickelten bewegungsbasierten Bildanalyse-Technologie PH.C.. Die Signal-Bearbeitungsfilter sind: Unsteadiness, Luminance Flicker, Dirt, Scratches, Noise and Grain,Video Dropout, Two Inch Scratch, Linear Filter, Multiband Spatial Filter, Non Linear Enhancer. Archangel reduziert auch die Bit-Raten für DVD-Encoding.

TBC – TIME BASE CORRECTOR

Der Time Base Corrector (TBC) ist ein digitaler Bildspeicher (Digital Frame Store), der ein Vollbild (Frame) eines Videosignals zwischenspeichert und zu einer anderen Zeit (zwischen 0 ms und der Dauer eines Vollbilds) wieder ausgibt. Dadurch wird das Videosignal stabilisiert und “Zeitachsenschwankungen”, die sich in Form von Flimmern bemerkbar machen eleminiert.

Besonders wichtig für eine ordentliche Konvertierung ist die korrekte Zeitkonstante. Da ein Videoband im Lauf der Jahre und Jahrzehnte (auch ohne Benutzung) durch Abnahme der Magnetisierung verschleißt, werden die Signale, sichtbare wie unsichtbare, auf dem Band immer schwächer. Zudem sind viele dieser Daten oft von Anfang an gar nicht sauber auf das Band geschrieben worden.

Bei einer schlichten Konvertierung des Signals ohne besondere Hilfsmittel wird also das alte, schwache Videosignal einfach in eine Datei übersetzt. Ein TBC hilft, dieses Signal deutlich aufzupeppen. Das analoge Videosignal wird hierbei zunächst in einen Zwischenspeicher geschoben. Der TBC erkennt dann die zusammengehörenden Taktsignale der einzelnen Farben und Halbbilder und fügt diese zu einem neuen Bild zusammen. Im schlimmsten Fall werden die Signale sogar eigens neu generiert. Dann gibt der TBC das Einzelbild an den (integrierten) Digitalkonverter aus und lädt das nächste Stückchen Film – alles in Echtzeit. Fehlen dort Bildinformationen, werden diese aus dem vorhergehenden Einzelbild eingesetzt. Auch dieses Einzelbild geht nun an den Konverter, und so weiter, und so fort.

Der TBC spannt sozusagen die alten, laschen Bildsignale auf einen neuen Keilrahmen und zieht sie damit schön stramm. Dadurch legen sich die einzelnen Farben passgenau übereinander, und Farbschatten (“ghosting”) kommen nicht mehr vor, wabernde Bildränder und Inhalte verschwinden. Durch das Vorhandensein eines kompletten Einzelbildes kann der TBC nun die Farb-, Kontrast- und Helligkeitswerte automatisch anpassen, ähnlich einer Auto-Farbraumkorrektur im Photoshop. Diese Korrekturen können automatisch ablaufen, man kann sie aber auch durch die Software voreinstellen und beeinflussen. Dabei kann der Profi noch das Letzte aus seinem Material herausholen, der Laie läuft jedoch Gefahr, sein Material zu zerstören. (Viele Korrekturen können verlustfrei in der Nachbearbeitung erledigt werden. Dort gibt es zum Glück die Undo-Funktion.) Der Konverter schließlich digitalisiert das Signal und gibt es an die Capturing-Software im Computer aus. Diese schreibt es als weitgehend unkomprimiertes DV-Signal auf die Festplatte.

Dies ist eine stark vereinfachte Darstellung der Funktionsweise eines TBC. Sie dient hauptsächlich zur Veranschaulichung, dass viel mehr hinter einem analogen Videosignal liegt als das menschliche Auge zu sehen vermag.  Quelle: http://www.macwelt.de/artikel/_Ratgeber/358946/time_base_korrektur_mit_canopus_advc_300/2