16MM

1923 führte Kodaks den 16 mm-Film ein. Das Material war Sicherheitsfilm und wurde mit der „Cine-Kodak-Kamera“ für Amateure herausgebracht. Der Film war ursprünglich stumm und doppelseitig perforiert. (Die mechanischen Eigenschaften des Acetat-Materials waren anfangs gegenüber dem Nitratfilm deutlich schlechter).
Erst für die Unterbringung einer Tonspur (zunächst Lichtton, später auch Magnetton) wurde auf die zweite Perforationsleiste verzichtet. Neben dem einseitig perforierten Standard – 16 mm – Material war der doppelseitig perforierte 16 mm-Film aber noch lange erhältlich, sodass die bestehenden Ausrüstungen weiterhin benutzt werden konnten. Noch im August 1965 wurde die ASA-Norm für doppelseitig perforierten 16 mm-Film im Journal der SMPTE veröffentlicht.
Auf das 16 mm-Format wurden auch Produktionen von 35 mm-Film kopiert. Hierfür war eine internationale Normung des Bildformates, Tonspurlage und -breite sowie natürlich der Bildfrequenz erforderlich.

Abb. 16mm Lichttonfilm

Bei der Errechnung des Bildseitenverhältnisses für die (Standard-)16 mm-Kameramaske kommt man wieder annähernd auf das bekannte Normalbild-Seitenverhältnis.

Das anfangs nur als Amateur- oder Heimkino gedachte 16 mm-Format wurde bald auch vor größeren Zuschauerkreisen vorgeführt, zum Beispiel zur Unterstützung wissenschaftlicher Vorträge, als Verkaufswerbung, für Propaganda- und Lehrzwecke in Vereinen, Ausstellungen und Schulen.
Standard 16 mm hat noch immer eine gewisse Bedeutung auch als Präsentationsformat für kleinere Produktionen, Dokumentarfilme und Kurzfilme. Als Format für wissenschaftliche Filme oder Lehrfilme in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen oder Kulturinstitutionen, wo es in der Vergangenheit meist mit Hilfe transportabler Projektoren genutzt wurde, spielt 16 mm etwa seit den letzten drei Jahrzehnten keine Rolle mehr.

ToDo: Rolle und Bedeutung der 16mm Filme des IFBT Bestands