DIGITALE FILMABTASTUNG

Digitales Abtasten heißt, die Signale ablesen, „quantisieren“ und als digitale Information (in Nullen und Einsen) verschlüsseln.

Digitalisieren von Bildern heißt, die analogen (auf fotochemischem Weg festgehaltenen) Bilder in digitale Signale umzurechnen, die dann gespeichert werden.

Dazu muss ein Raster bzw. die Auflösung festgelegt werden. Wie beim Scannen von Fotos wird das Bild in Pixel (=picture elements) übersetzt. Je mehr Pixel, desto besser die Auflösung der digitalen Kopie des Fotos.

Die Wahl der Auflösung sollte sich nach dem Verwendungszweck richten. Will man ein großes Poster mit dem Foto ausdrucken, braucht man eine hohe Auflösung. Will man nur ein kleines Bildchen, das man per E-Mail verschickt, muss man sich nicht so viel Speicherplatz belegen. Will man einen Film digitalisieren, sollte man ebenfalls vorher festlegen, zu welchem Zweck das Digitalisat genutzt werden soll.

Aufgrund der Möglichkeit, eine kostenlose Abtastung bei der Firma Screenshot (http://www.screenshot-berlin.de/) machen zu können, wurde der Film „Textverarbeitung“ im Juni 2009 dort abgetastet (siehe Exemplarische Abtastung)

Dort wird für SD-Abtastungen von 16 mm-Filmen der Flashtransfer der MWA Nova GmbH verwendet (http://www.mwa-nova.com/pdf/flashtransfer.pdf) (s. Abb. 1 und 2).

Der Filmabtaster arbeitet mit kontinuierlichem Filmlauf. Er kann mit variabler Geschwindigkeit bis 25 Bilder/Sekunde laufen. Für geschrumpfte Filmkopien lässt sich die einzige Zahnrolle auswechseln durch eine dafür geeignete. Filmbeschädigungen können somit vermieden werden.

Abb. 1: Abtastung mit MWA Flashtransfer

Die als Lichtquelle verwendeten LED-Elemente sind in der Lichtfarbe steuerbar, um eine erste Farbkorrektur vornehmen zu können. Durch diffuses Licht werden Kratzer auf dem Original weniger sichtbar.

Der Lichtton wird im gleichen Durchlauf abgetastet.

Abb. 2: Gesamtansicht des Flashtransfer von MWA Nova

Für Filme mit Magnettonspur kann der Tonkopfträger mit der Solarzelle für Lichtton gegen einen solchen mit Magnettonkopf ausgewechselt werden.

Die Möglichkeit des Wechselns von Tonköpfen boten seit jeher auch die MWA-Magnetbandspieler für die verschiedenen Spurlagen der 16, 17,5 und 35 mm breiten Perfo(ton)bänder.

Der Flashtransfer hat verschiedene Video-Ausgänge, unter anderen einen SDI (Serial Digital Interface)-Ausgang, über den 270 Mbit/s übertragen werden können.