LANGE NACHT DER WISSENSCHAFTEN AM 8.JUNI 2013

Anlässlich der “Langen Nacht der Wissenschaften” präsentieren die Studierenden des Studiengangs Konservierung/Restaurierung im Schwerpunkt Audiovisuelles und Fotografisches Kulturgut erstmalig 16 Interviews aus der Videoreihe „Umbruch in der DDR- Zeitzeugen“ in der Original Schnittfassung von 1990.

Die Interviews wurden von Dr. Horst Lange und Dr. Uwe Matthes geführt und durch das Institut für Film, Bild und Ton (IFBT) produziert. Sie zeigen ein Stimmungsbild des Umbruchs kurz vor der Volkskammerwahl am 18. März 1990. Die einzigartige Videointerviewreihe konnte 2011 durch die HTW Berlin mit Förderung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, digital gesichert und transkribiert werden.

Spielplan

17:00 Uhr  „Das NEUE FORUM war der Anlaufpunkt…” Michael Arnold, Leipzig, 26. Februar 1990
17:25 Uhr  „Bei soviel inkompetenten Männern habe ich nie die Frage nach Kompetenz gehört…” Tatjana Böhm, Berlin, 14. März 1990
17:50 Uhr  „Es gab da Michail Gorbatschow…” Rainer Eppelmann, Berlin, 13. März 1990
18:15 Uhr  „Wir haben uns manchmal damit schwergetan…” Dr. Gottfried Forck, Berlin, 22. Februar 1990
18:35 Uhr  „Ich habe das völlig unterschätzt…” Dr. Gregor Gysi, Berlin, 17. März 1990
19:00 Uhr  „Ein deutlicher Bruch ist 84/85 eingetreten…” Klaus Höpcke, Berlin, 17. März 1990
19:25 Uhr  „In keinem Fall der Lüge dienen…” Walter Janka, Berlin, 21. Februar 1990
20:00 Uhr  „Das ist mir heute noch nicht klar…” Prof. Dr. Jürgen Kuczynski, Berlin, 28. Februar 1990
20:25 Uhr  „Wir hatten uns schon auf einige Jahre eingerichtet…” Gerd Poppe, Berlin, 14. März 1990
20:50 Uhr  „Ich möchte noch Gedichte lesen können…” Friedrich Schorlemmer, Wittenberg, 6. März 1990
21:15 Uhr  „Nur Trümmer einer DDR-Identität…” Prof. Dr. Dieter Segert, Berlin, 1. März 1990
21:40 Uhr  „Dieser Umgestaltungsprozess hat die ganze Welt erfasst…” Dr. Wolfgang Ullmann, Berlin, 16. März 1990
22:05 Uhr  „Wir waren Opposition und wir werden wieder Opposition…” Dr. Christine Weiske, Zepernick, 15. März 1990
22:25 Uhr  „In einem langen Lernprozeß müssen wir Demokratie üben…” Konrad Weiß, Berlin, 1. März 1990
22:55 Uhr  „Ich hatte es so nicht geglaubt…” Prof. Dr. Dieter Wittich, Leipzig, 26. Februar 1990
23:20 Uhr  „Weil in keiner Stadt die Probleme so aufeinander geknallt sind…” Dr. Peter F. Zimmermann, Leipzig, 26. Februar 1990

FLYER

Innenansichten. Unveröffentlichte Videointerviews aus der Zeit des demokratischen Umbruchs in der DDR


Umbruch in der DDR – Interviewausschnitte (Redaktion & Schnitt: Jan Henselder 2012)

Am 5.11.2012 um 19 Uhr im Deutschen Historischen Museum, Zeughauskino

Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren die HTW Berlin, die Stiftung Aufarbeitung und das Deutsche Historische Museum erstmals Ausschnitte aus der Videointerviewreihe „Umbruch in der DDR – Zeitzeugen“.

In der Anfang 1990 aufgezeichneten Interviewreihe reflektieren und analysieren bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Kultur und Literatur der DDR die Ereignisse und Ursachen der „Wende“ und den damit verbundenen gesellschaftlichen Umbruch.

Die anschließende Podiumsdiskussion mit Tatjana Böhm, Rainer Eppelmann, Gerd Poppe, Konrad Weiß und dem Historiker Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk wirft ein Schlaglicht auf die damalige Situation und das heute Erreichte.

Welche politischen Ziele verfolgten die Protagonisten damals?

Welche Hoffnungen der Jahre 1989/90 haben sich heute erfüllt?

Welche Erinnerungen werden beim Anblick der Interviews wieder wach?

Programm:

Begrüßung: Prof. Dr. Alexander Koch, Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum

Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Übergabe der Interviews: Prof. Kerstin Bartels, Studiengang Konservierung / Restaurierung, Schwerpunkt Audiovisuelles und Fotografisches Kulturgut an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Einführung: Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, Projektleiter beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

Podiumsgespräch mit:

Tatjana Böhm, Ministerin a. D., Referatsleiterin Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, Brandenburg

Rainer Eppelmann, Minister a. D., Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Gerd Poppe, Minister a. D., Vorstandsmitglied der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Konrad Weiß, Bürgerrechtler, Filmregisseur, Publizist

Moderation: Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk

Eintritt frei / Anmeldung nicht möglich.

Weitere Informationen zur Interviewreihe:

Im Frühjahr 1990 führten die Politikwissenschaftler Dr. Horst Lange (Berlin) und Dr. Uwe Matthes (Leipzig) Interviews mit Michael Arnold, Tatjana Böhm, Rainer Eppelmann, Dr. Gottfried Forck, Dr. Gregor Gysi, Klaus Höpcke, Walter Janka, Prof. Dr. Jürgen Kuczynski, Gerd Poppe, Friedrich Schorlemmer, Prof. Dr. Dieter Segert, Dr. Wolfgang Ullmann, Dr. Christine Weiske, Konrad Weiß, Prof. Dr. Dieter Wittich und Peter F. Zimmermann.

Die Produktion erfolgte durch das „Institut für Film, Bild und Ton“ (IFBT), welches in der DDR von 1964 bis 1990 für die Erstellung von audiovisuellen Lehrmitteln für Hochschulen und andere wissenschaftliche Institutionen zuständig war. Die Videoreihe ist eine der wenigen Videoproduktionen des Instituts. Sie zeigt ein Stimmungsbild der führenden Akteure des Umbruchs kurz vor der Volkskammerwahl am 18. März 1990.

Die Interviews sollten ursprünglich auf VHS-Videokassetten an Schulen und Bildungseinrichtungen vertrieben werden. Bedingt durch die Auflösung des IFBT im September 1990 kam die Produktion jedoch nicht mehr in den Vertrieb.

Die durch altersbedingte Verfallsprozesse und obsolet werdende Abspielsysteme bedrohte Videointerviewreihe wurde 2008 von Studierenden des Studiengangs „Konservierung und Restaurierung/Grabungstechnik – Schwerpunkt Audiovisuelles und Fotografisches Kulturgut“ im Seminar “Spezielle Konservierungstechniken – Video” unter Leitung des Bildwissenschaftlers Jan Henselder wiederentdeckt.

2011 konnten die Masterbänder mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur digital gesichert und transkribiert werden.

DATABASE OF HISTORICAL FILM COLORS

More than ever we need access to solid knowledge about historical film color processes in order to save our beautiful filmic heritage.

A comprehensive resource about historical film color processes will be a useful tool for film historians, archivists, curators, film scholars and students.

Responsible for the development of this project is film studies professor Barbara Flueckiger from the Institute of Cinema Studies at the University of Zurich. Based on her research at Harvard University in the framework of her project Film History Re-mastered, she has published information on more than 200 color processes and gathered approximately 400 images from archives and private collections all over the world.

In its current form, the database is a starting point for a networked collaboration. Therefore we need additional means to develop this project to the next level where experts and researchers from all over the world can contribute and exchange information. So far Barbara Flueckiger has executed this huge endeavor almost single-handedly and financed most of it from her private savings.

We are very grateful for financial support to help cover image rights and web development support. In addition, you are very much invited to support this project, also by contributing information such as texts, bibliographical data, or images.

Timeline of Historical Film Colors http://zauberklang.ch/filmcolors/

INS NETZ GEGANGEN – NEUE WEGE ZUM KULTURELLEN ERBE

17. November 2011 und 18. November 2011
Veranstaltungsraum der Stiftung Deutsche Kinemathek (4. OG)

Die Konferenz befasst sich mit den Auswirkungen des Informationszeitalters auf Bibliotheken, Archive und Museen.

Vorgestellt werden unterschiedliche Projekte, Konzepte und Strategien der Präsentation von kulturellem Erbe im Internet.

Informationen zum Programm unter www.ins-netz-gegangen.org

Eine Kooperation des Internet & Gesellschaft Co:llaboratory, der Deutschen Kinemathek, der Stfitung Preußischer Kulturbesitz und Wikimedia Deutschland

Der Eintritt ist frei.

SICHERUNG DER VIDEOREIHE “VIDEOS ZUR WENDE – UMBRUCH IN DER DDR”

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gewährt dem HTW-Medienarchiv eine finanzielle Unterstützung bei der Sicherung und Konservierung der Videoreihe “Videos zur Wende – Umbruch in der DDR”

In den im Februar und März 1990 aufgezeichneten Zeitzeugeninterviews reflektieren und analysieren bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Kultur und Literatur der DDR, die Ereignisse und Ursachen der „Wende“ und den damit verbundenen gesellschaftlichen Umbruch.

Unter Leitung der Politikwissenschaftler Dr. Horst Lange (Berlin) und Dr. Uwe Matthes (Leipzig) wurden Interviews mit Michael Arnold, Tatjana Böhm, Rainer Eppelmann, Dr. Gottfried Forck, Dr. Gregor Gysi, Klaus Höpcke, Walter Janka, Martin Kirchner, Prof. Dr. Jürgen Kuczynski, Prof. Dr. Bernd Okun, Gerd Poppe, Friedrich Schorlemmer, Prof. Dr. Dieter Segert, Dr. Wolfgang Ullmann, Dr. Christine Weiske, Konrad Weiß, Prof. Dr. Dieter Wittich und Peter F. Zimmermann geführt.

Die Produktion erfolgte durch das „Institut für Film, Bild und Ton“ (IFBT) welches in der ehemaligen DDR von 1964 -1990 für die Erstellung von audiovisuellen Lehrmitteln für Hochschulen und andere wissenschaftliche Institutionen zuständig war. Die Videoreihe ist eine der wenigen Videoproduktionen des Instituts. Sie zeigt einerseits ein Stimmungsbild der führenden Akteure der Wende kurz vor den ersten freien Wahlen am 18.3.1990 und andererseits, wie die ehemals staatliche DDR-Institution IFBT versucht, sich in Anbetracht einer veränderten Gesamtsituation neu zu positionieren. Die Interviews sollten ursprünglich auf VHS Videokassetten vertrieben werden. Bedingt durch die Auflösung des IFBT im September 1990 kam die Produktion jedoch nur kurz in den Vertrieb.

Im Rahmen des Seminars „Spezielle Konservierungstechniken – Video“ unter Leitung des Bildwissenschaftlers Jan Henselder wurde die durch altersbedingte Verfallsprozesse und obsolet werdende Abspielsysteme bedrohte Videointerviewreihe wiederentdeckt und exemplarisch untersucht. Das anschließend entwickelte Konzept für die Erhaltung sieht neben der Digitalisierung der Original Masterbänder, die parallele Einlagerung von Sicherungskopien an weiteren Archivstandorten und die Anfertigung von Transkripten der Interviews vor.

Weitere Informationen unter: http://medienarchiv.htw-berlin.de/?page_id=11

VIDEOKUNST SAMMELN, AUSSTELLEN, ERHALTEN

Ein (kostenloser) Workshop mit Dipl. Rest. Agathe Jarczyk, Atelier für Videokonservierung (Bern)
und Dipl. Rest. Joanna Phillips, Solomon R. Guggenheim Museum (New York)

MITTWOCH 15. DEZEMBER 2010, 10.00-17.00 UHR imai – inter media art institute, c/o NRW-Forum, Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf

Videokunstwerke sind komplexe technische, ästhetische und konzeptuelle Systeme, die ihrer Natur nach unbeständig und wandelbar sind. Damit sie als Sammlungsobjekte dennoch eine nachhaltige Lebensdauer und Integrität besitzen, ist eine aktive und kontinuierliche Betreuung durch Sammler, Restauratoren und Kuratoren erforderlich.

Weitere Infos und Anmeldung unter: http://ea.ce-intern.com/_ns/21ba072e270ffacc2a9bd6b6233b2b83.html

ANKE WILKENING – Filmrestauratorin der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Anke Wilkening, Filmrestauratorin der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, stellt  ihr Buch Filmgeschichte und Filmüberlieferung. Die Versionen von Fritz Langs SPIONE , das in der Reihe Filmblatt-Schriften von CineGraph Babelsberg erschienen ist, im Zeughauskino vor

Wilkenings Untersuchung basiert auf drei zeitgenössischen Kopien unterschiedlicher Distributionen. Sie geht davon aus, dass Stummfilme bewusst in verschiedenen Versionen entstanden, um sie international absetzen zu können. In der Regel gedreht mit zwei Kameras, stellten die Produzenten eine große Anzahl „identischer“ Takes einer Einstellung her, aus denen sie gleich mehrere „originale“ Kameranegative für verschiedene Distributionen montierten. In ihrem Vortrag berichtet Wilkening auch von den wirtschaftlichen, technischen und künstlerischen Beweggründen für diese Varianten. (aw)
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit CineGraph Babelsberg und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Klavierbegleitung: Peter Gotthardt
am 2.11.2010 um 19.00 Uhr: Buchvorstellung Eintritt frei
am 2.11.2010 um 20.00 Uhr: Filmvorführung

Zum Buch: http://www.filmblatt.de/index.php?aid=403<

Verschwinden Tondokumente wegen des Urheberrechts?

In den USA droht der Verlust vieler im 20. Jahrhundert angefertigter Tonaufnahmen. Der Grund sind Probleme mit dem Urheberrecht bei der Archivierung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Library of Congress.

http://www.clir.org/pubs/reports/pub148/pub148.pdf

CLIR (Coucil on Library and Information Resources) has published more than 140 reports on topics relating to preservation, digital libraries, economics of information, trends in information use, international developments, and the changing role of the library.

http://www.clir.org/pubs/reports/reports.html

Zur Geschichte und Haltbarkeit des Fine Art Tintenstrahldrucks

Artificial Image , Berlin  präsentiert exklusiv  einen Artikel von Martin Jürgens, Fotorestaurator, über die Geschichte und Haltbarkeit digitaler Kunstdrucke.

http://artificialimage.de/medientechnik/geschichte-digital-fine-art-print/

Assistenzrestaurator / Assistenzrestauratorin

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts und hat die Aufgabe, als Einrichtung der Forschung, der Kulturvermittlung und der Weiterbildung, eine umfassende Auseinandersetzung mit Kunst und Medientechnologien zu ermöglichen.

Wir suchen möglichst zum 1. April 2010 für den Bereich Restaurierung eine/n

Assistenzrestaurator / Assistenzrestauratorin

Die Ausschreibung wendet sich an Berufseinsteiger mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium als Restaurator/-in mit dem Schwerpunkt im Bereich der zeitgenössischen Kunst. Erfahrungen im Museums- und Ausstellungswesen sowie im Umgang mit modernen Materialien und neuen Medien sind erwünscht.

Wir suchen eine Persönlichkeit, die selbständiges und interdisziplinäres Arbeiten im Team gewohnt ist. Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind erforderlich.

Das ZKM bietet mit der Stelle die Möglichkeit, in einem spannenden Umfeld die Anforderungen eines Museums- und Ausstellungsbetriebes vertieft kennen zu lernen. Die Stelle ist zunächst befristet für die Dauer von 1 Jahr mit der Möglichkeit einer einjährigen Verlängerung. Die Vergütung erfolgt als monatlicher Festbetrag in Anlehnung an die frühere Vergütungsregelung für Ärzte im Praktikum.

Die Bewerbungsgespräche finden Anfang März statt. Im Rahmen der Gespräche anfallende Reisekosten können nicht erstattet werden.

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 23. Februar 2010 (Poststempel) an:

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie
- Restaurierungsabteilung -
Franziska Herzog
Postfach 6909

76049 Karlsruhe

PROJEKT MEDIAGLOBE – THE DIGITAL ARCHIVE

Der Umfang audiovisueller Inhalte in Medienarchiven explodiert, das »kulturelle Gedächtnis« speichert immer gewaltigere Mengen von Informationen und Daten. Nur ein verschwindend geringer Teil des Materials ist derzeit über digitale Kanäle recherchierbar und verfügbar.

Das Projekt »mediaglobe – the digital archive« begleitet Medienarchive in die digitale Zukunft. Ziel ist es, den wachsenden Bestand der audiovisuellen Dokumente zur deutschen Zeitgeschichte digital auffindbar und nutzbar zu machen.

Die Vision von mediaglobe ist ein webbasierter Zugang zu digitalen AV-Inhalten über den das kulturelle Erbe aktiv erlebbar wird.

»Die Sicherung des audiovisuellen Erbes ist ein komplexer Prozess, der eine Reihe von rechtlichen, institutionellen, technischen und finanziellen Lösungen erfordert. Nichthandeln bedeutet, den Verlust eines ganzen Kapitels dieses Erbes in weniger als zehn Jahren und führt zu einer beleibenden Verarmung von Gedächtnis, Kultur und Identität der Menschheit«

Koïchiro Matsuura, Generaldirektor der UNESCO | Tag des audiovisuellen Erbes | 2007

http://www.projekt-mediaglobe.de/

DOCAM – fifth international Summit on the documentation and conservation of the media arts heritage

The DOCAM (Documentation and Conservation of the Media Arts Heritage) Research Alliance presents the 2010 DOCAM Summit, which will mark the end of five years of research. DOCAM is an international research alliance initiated by the Daniel Langlois Foundation for Art, Science, and Technology. Its main objective is to develop new methodologies and tools to address the issues of preserving and documenting digital, technological, and electronic works of art.

The interdisciplinary event aims to bring together artists, researchers, students and museum practitioners ( conservators, curators, technicians, etc.) in order to expose and explore the issues raised by current research.

At this occasion, DOCAM will launch its new website, featuring the following main research results:

- A Cataloguing Guide for New Media Collections;

- A Preservation Guide for Technology-Based Artworks;

- The DOCAM Glossaurus;

- The DOCAM Documentary Model;

- A Technological Timeline.

Professional workshops will take place in small groups (registration is required) on March 3, 2010, followed by an international conference on March 4 and 5, 2010, which is open to the public.

Further Informations: http://www.docam.ca/docam2010/en/

Kunst der Vermittlung : Filmvermittlung und Filmrestaurierung

Filme bewahren ist Arbeit am verborgenen Körper einer immateriellen Kunst. Vor allem die DVD verschafft diesem besonderen Umgang mit Film eine neue Aufmerksamkeit: Für Wiederveröffentlichungen hat sich ein regelrechter Standard von Rekonstruktionsberichten entwickelt, die Wesentliches über chemisch-mechanische Voraussetzungen, diverse Ansätze der Archivpraxis und konfligierende Haltungen zur Filmgeschichte vermitteln können.

Martin Koerber von der Deutschen Kinemathek erörtert in einem Gespräch die Bandbreite restaurierungsrelevanter Themen. Anschließend gibt es den Film PABST WIEDER SEHEN (D 1997) von Jacobsen, Koerber und Perraudin zu sehen, der an konkreten Beispielen zum Werk G.W. Pabsts die wichtigsten Aspekte der Filmrestaurierung vorführt.
Am 12.6.09 um 19.30 im Kino Arsenal 2

"Film digital"

3. Informationsveranstaltung der Arbeitsgruppe Media des nestor – Kompetenznetzwerks am 27. Mai 09 in der Deutschen Kinemathek

Die 3. Informationsveranstaltung der Arbeitsgruppe Media des nestor Kompetenznetzwerks für die Langzeitarchivierung digitaler Ressourcen beschäftigt sich mit Fragestellungen rund um die Langzeitarchivierung digitaler Filme.
Die Schwerpunkte dieser Veranstaltung werden einerseits die theoretischen Grundlagen der langfristigen Sicherung digitaler Filme und die dazu vorhandenen Konzepte und Technologien sein, andererseits sollen anhand von Beispielen aus der Praxis die Umsetzungsmöglichkeiten reflektiert werden.
Wir sprechen mit dieser Veranstaltung vor allem kleine und mittlere Einrichtungen aus den Bereichen Archiv, Bibliothek, Museum an, die in absehbarer Zeit ihre Filmbestände langfristig sichern müssen und hierfür sowohl ressourcen-schonende als auch praktikable Lösungen suchen.
Mit dieser Veranstaltung wollen wir zur Diskussion möglicher Strategien und Lösungen beitragen und Einrichtungen mit ähnlichen Fragestellungen miteinander vernetzen, um Erfahrungen auf diesem Gebiet auszutauschen zu können.

Weitere Informationen, das Programm und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier

From Archive to Living Database

22. European Media Art Festival  22. – 26. April 2009 in Osnabrück

Unter dem Titel »From Archive to Living Database« werden im Rahmen des Pilotprojekts »mediaartbase.de« unterschiedliche Vermittlungsformen der Arbeit in und mit Archiven präsentiert. Mit dabei sind Gabriele Blome (Ludwig Bolzmann Institut), Dr. Renate Buschmann (IMAI Düsseldorf), Monika Fleischmann und Wolfgang Strauss (IAIS Fraunhofer), Glenn R. Phillips (Getty Research Institute Los Angeles), Prof. Ludger Brümmer (ZKM) und Prof. Jean Francois Guiton (HfK Bremen) und Prof. Oliver Grau.

23.-25. April, ab 13 Uhr im Haus der Jugend

http://www.emaf.de/index.php?id=143#c1197

Ist der Dokumentarfilm noch zu retten? Digitale Herausforderungen seiner Archivierung

Untersuchungen haben gezeigt, dass aktuell nicht einmal die Hälfte der produzierten Filme eines Jahres in Archiven lagern. Die Diskussion um eine Pflichtangabe wie in anderen Ländern zeigt, dass auch politisch über Lösungen nachgedacht wird.

Wie können Dokumentarfilmer ihre Filme sichern? Ist eine Erhaltung des kompletten gedrehten Materials möglich? Wie wird in den Produktionsfirmen das Material gesichert? Besteht die Gefahr, dass dokumentarisches Material mittelfristig unwiederbringlich verloren geht, da es elektronisch gedreht wurde?

Die Digitalisierung stellt Film- und Fernseharchive vor besondere Herausforderungen. Es stellen sich grundsätzliche Fragen nach Aufgaben und Funktionen der Archive. Sollen sie die Filme in erster Linie bewahren und für die Zukunft sichern? Oder sollen sie die Filme vor allem zugänglich machen? Wie soll man mit der Vielfalt digitaler Formate und Techniken umgehen? Wie kann garantiert werden, dass die Träger mittelfristig noch abspielbar sind? Spezialisten sind sich einig, dass das 35 mm-Negativ die bisher einzige langfristige Speicherung ermöglicht. Doch wer trägt die Kosten dafür? Strategien von Archiven im europäischen Ausland können Anregungen für Lösungswege liefern. Die Digitalisierung und das Internet bieten andererseits große Chancen für die Archive, ihre Kataloge und Bestände online zu präsentieren und so neue Nutzer zu erreichen.

Die Tagung soll dies breite Themenspektrum diskutieren und einen produktiven Dialog zwischen Film- und Fernseharchiven, Regisseuren und Produzenten ermöglichen.

Termin: 22. und 23. April 2009
Ort: Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart, Theodor Bäuerle Saal, Info-Tel: 0711/ 18 73 804
Teilnahmegebühr: 50.- €; ermäßigt 30.- €

Anmeldung: uta.ludwig@swr.de

http://www.hdf.de/d/veranstaltungen/tagungen/2009/04-archivtagung.html